Freitag, 31. Januar 2014

Im Rampenlicht


Bei der Zubereitung von Cocktails achtet man in der Regel nicht nur auf die Zutaten und auf eine gelungene Mixtur. Auch die Zubereitung an sich ist ein wichtiges Element. Gerade wenn man von Gästen und Freunden beobachtet wird sollte das Mixen eines edlen Getränkes auch entsprechend stillvoll sein. Nicht umsonst werden silberne oder sogar goldene Barwerkzeuge genutzt nebst aufwendig geschliffenen Gläsern und polierten Metallbechern jeglicher Art. Denn seien wir ehrlich: Ein Cocktail in Oma´s Tupper-Schüssel geschüttelt sollte ein identisches Ergebnis im Gästeglas entstehen lassen, aber will da schon?
Aber das Shaken ist gar nicht das Problem. Der Bewegungsablauf und die Geräusche der berstenden Eiswürfel ziehen sofort die Blicke auf den Bartender. Dabei geht das ruhige, gleichmäßige rühren eines Cocktails auf dem Tresen meist unter. Diverse Bars besitzen dafür große, beleuchtete Eiswannen was definitiv ein Blickfang ist. Für den Hausgebrauch ist diese Methode allerdings recht unpraktikabel. Daher habe ich mir etwas einfallen lassen um zumindest das Rührglas ins rechte Licht zu rücken wie man auf dem Bild hier im Beitrag sehen kann.
Dazu benötigt man lediglich eine leere Verpackung von CD-Rohlingen, Klebefolie und ein batteriebetriebenes LED-Licht. Die Spindel in der Mitte der Verpackung wurde zunächst herausgeschnitten um Platz für das Licht zu schaffen. Ich habe hierfür ein Osram Dot-It verwendet welches man für ca. 5€ in jeden Baumarkt bekommen sollte. Der obere Teil der Verpackung wurde komplett mit einer selbstklebenden Velours-Folie verkleidet um eine edle Optik zu erhalten. In der Mitte muss ein Stück frei bleiben damit das Licht auch nach oben auf das Rührglas leuchten kann. Da die LEDs so stark sind und  durch die Folie leuchten konnten habe ich das innere des Deckels noch zusätzlich mit Karton ausgekleidet. So sieht das Ganze schlussendlich aus.
Die Plattform für Rührgläser kostete mich in diesem Fall nichts da alle benötigten Bestandteile irgendwo im Haus auffindbar waren. Selbst wenn man die Teile extra kaufen muss schafft man es für unter zehn Euro seine gerührten Mixturen mit einem gewissen Effekt zu präsentieren. Die Show gehört einfach dazu...

1 Kommentar:

  1. Das mit der Tupperschüssel der Oma wage ich stark zu bezweifeln. Einen Identischen Drink wirst du nicht bekommen. Zumindest bei dem meisten Cocktails... Das Tupperware sich aber bei einigen Drinks "gewollt verhält", habe ich einmal bei Ueno San gesehen, der für einen speziellen Drink einen Kunststoffshaker benutzt hat. (Nerdalarm AUS!) Die Idee mit dem Licht ist schlicht genial. Danke für den Tipp. Gruß aus Hamburg

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